Randbemerkungen

Tochter und Söhne

Zwei sehr unterschiedliche Musikvideos:

I’m sure she’d make a really excellent mother – eine der bösesten Zeilen aus einem der wütendsten Lieder unserer größten Heldin der Neunziger* … Alanis Morissettes Ablaze hatte ich euch ja neulich schon nahegelegt; aber zu dem Zeitpunkt gab es bei Youtube noch nicht die wunderbare Live-Version, entstanden unter Pandemie­bedingungen per Video­schalte aller Band­mitglieder, die dem ohnehin so schönen Text noch eine Dimension extra gibt – die muss ich hier unbedingt noch nachliefern:

* So wie im ersten Link oben haben wir sie damals auch erlebt, nur näher, denn in die Markthalle passen nicht ganz so viele Menschen.

Eintrittskarte zum Alanis-Konzert Oktober 1995
Dreißig Mark? Das sind ja sechzig Ostmark fünfzehn Euro … Heute wär das die VVK-Gebühr.

Ich werde sie den Ungehorsam lehren: Meine erste Platte von Reinhard Mey könnte ich zu Grund­schul­zeiten bekommen haben. Damals standen Leichtes à la Diplomatenjagd, Besinn­liches wie Menschen­junges und natürlich Über den Wolken hoch im Kurs. Ich hab ihn dann temporär aus den Ohren verloren; Anfang der Nuller war er mir zwar noch mal mit Nanga Parbat und Ich glaube nicht eine Weile präsent, aber seither habe ich wenig von dem mitbekommen, was er so macht. Heute nun begegnete mir eine Neu­aufnahme seines auch schon fast 35 Jahre alten Anti-Kriegs-Liedes Nein, meine Söhne geb’ ich nicht – mit einigen anderen Musiker:innen, von denen ich fast nur Joachim Witt und Luci Van Org kannte –, und ich kann nur sagen: ganz, ganz groß!

Bitte sehr – Vollbild an, Lautstärke nur drei­viertel hoch­regeln und bei Minute drei nicht erschrecken, denn das ist nicht mehr das klassische Mey-Zupfing an der Gitarre … Und danach gern auch den Begleit­text des Videos lesen und den Links folgen. Ich lese mich selbst erst ein in diese Friedensdorf-Sache, aber vom ersten Eindruck her kommt mir das ziemlich gut vor.

3 Comments

  • Corinna

    Vor der Nanga Parbat kam eine andere Reinhard-Mey-Platte ins Haus: Zwischen Metallica und der „Traveller“ von Christy Moore steht „Mein Apfelbäumchen“: Wir haben sie zur Geburt unserer Tochter 2000 erhalten… Aber vermutlich habe ich sie sehr viel häufiger gehört als du (und meistens mit einem Tränchen in den Augenwinkeln). Als Baby-Begrüßungsgeschenk finde ich sie weiterhin ganz wunderbar.
    Vielleicht sollten wir mal unser Musikregal dem Alphabet nach durchhören?
    <3 C

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