Randbemerkungen

Hacking Gutenberg

Flotter arbeiten mit Text: Grund­sätzlich geht ja alles mit dem neuen Guten­berg-Editor von WordPress. Aber das meiste (zumindest das meiste von dem, was ich so brauche) ist entsetz­lich umständ­lich geworden. HTML-Bearbeitung – die für sorg­fältige Silben­trennung Pflicht ist – will für jeden Absatz einzeln einge­schaltet sein (Nachtrag: stimmt nicht), und Blocksatz – den ich erst neuer­dings brauche, seit ich die Rand­spalte mit Verweisen ins Layout eingebaut habe – ist ebensogut versteckt und immer nur pro Absatz gültig (weshalb ich ältere Artikel links­bündig belasse – genau für so was wäre eine Datenbank-Abfrage Gold wert). Auch ist der more-Tag lästiger­weise ein separater Block geworden.

Deshalb hier ein schöner Trick für besseres Arbeiten mit viel Text: Ich nehme nicht Guten­berg, sondern den Text­editor meines Vertrauens, und habe dort eine Muster­seite mit den wich­tigsten Elementen ange­legt, nämlich alles für einen Text im Block­satz mit Weiter­lesen-Marke und den häufig­sten „Sonderzeichen“:

Und so geht es dann weiter:

Ich schreibe den Text, jeden Absatz inner­halb einer p-Klammer, und für jedes geplante Bild kommt ein Absatz mit Platz­haltertext. An dieser Stelle sieht das etwa so aus:

Wenn ich damit fertig bin, einschließ­lich Soft Hyphens und allem Typo­gedöns, setze ich im Gutenberg einen Text-Block, tippe einen belie­bigen Buchstaben, um die Bearbei­tungs­leiste aufrufen zu können, klicke dann auf die drei Punkte und wähle das Editieren in HTML. Dann muss ich nur noch meinen Text aus dem vernünftigen Editor statt des einen Buchstabens einfügen und Return tippen.

Die Warnmeldung quittiere ich mit „In HTML konvertieren“ und „In Blöcke konvertieren“, und schon habe ich eine Reihe einzelner Blöcke (je Absatz einer) mit sauberer Silben­trennung, alles im Block­satz, und muss dann im Nerv-Editor nur noch die Bild-Platz­halter austauschen.

Nichts gegen Gutenberg, aber das ist besser 😉

8 Comments

  • Darf man das?

    Ich habe gestern noch mal mit dem Zeug rumgefummelt und festgestellt: Vieles ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Satz schien, aber ich bleibe dabei: Intuitiv ist anders.
    Beim Blocksatz warf ich das Handtuch (obwohl ich da sehr neurotisch bin), auf html hatte ich so spät in der Nacht beim einfach runtertackern keine Lust. Aber dennoch: Danke für die Erinnerung!

        • Christian W.

          Ist halt überhaupt nicht da, wo man es erwartet. Insgesamt fühlt es sich hier, finde ich, so an wie Layout mit Quark oder InDesign gelernt und jetzt mit Scribus arbeiten müssen (wobei mir Scribus insgesamt noch sympathischer ist als Gutenberg und auch als InDesign, aber typografisch passt der Vergleich so ’rum besser als andersrum).

          • Darf man das?

            Quark kenn ich noch von ganz damals aus Schülerzeitungszeiten, den Rest nicht, weil ich als Onliner zum Glück nicht layouten muss.
            Ich weigere mich, InDesign zu lernen, sonst ziehen die mich in der Not noch zum Zeitungsseiten bauen ab und die Überstunderei dürfen sie gerne alleine machen!
            Aber ich verstehe, was du meinst 😉

        • Christian W.

          Bonsoir, ein verspäteter Nachklapp noch zum HTML-Thema: Ich habe heute (erst) gefunden, dass es ganz oben rechts im Brauser, neben dem Jetpack-Symbol, noch mal ein Menü gibt, in dem alle möglichen sinnvollen Sachen drin sind. Unter anderem kann man da HTML für den kompletten Artikel einschalten, was viel besser funktioniert als absatzweise, und man kann auch die Blöcke wegknipsen, die man nicht braucht.

          • Darf man das?

            Was man alles so findet, wenn man rumklickt… was mir noch fehlt: Eine Funktion, mit der sich alle Blöcke auf einmal bearbeiten lassen (Stichwort Blocksatz…)

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